Flipper H + I


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Harlem Globetrotters

Hersteller: Bally

Baujahr: 1978

Typ: Dot Matrix Display

Spieler: 4


Honey

Hersteller: Williams

Baujahr: 1972

Typ: Elektromechanisch

Spieler: 4


"Hulk" von Gottlieb

(The Incredible) Hulk

Hersteller: Gottlieb

Baujahr: 1979

Typ: Dot Matrix Display

Spieler: 4

 

Schauen wir mal was sich auf dem Spielfeld so tummelt. Zwei Flipperfinger, zwei Schlagtürme, eine 7er-Bank mit Droptargets, drei weitere feste Targets, zwei Kickbacks und ein Spinner und – keine Slingshots. Na so was. Da hat Gottlieb mal recht kreativ den Standard durchbrochen, denn statt der Slingshots befinden sich oberhalb der Flipperfinger zwei Kickbacks. Der eine nimmt links den Spinner ins Visier, rechter Hand zielt die Minikanone auf die Targetbank.

 

Von oben nach unten betrachtet ergibt sich folgendes asymmetrisches Bild: Vier Durchläufe, darunter die beiden Schlagtürme, besonders hilfreich um die Targetbank zügig abzuräumen. Im Halbfeld dann die drei festen Targets, zwei links, eins rechts, wichtig für den Extraball, den der Spieler an einer fünften Lane mittig rechts abholen kann. Unten dann der ungewöhnliche Aufbau mit den zwei Kickbacks, dazu je zwei In- und Outlanes, alle mit der Möglichkeit für Freispiel.

 

Zum Special geht’s über die Buchstaben A-B-C, A und B stehen für die Kickbacks, und C „is lit“ für die große Targetbank. Der Bonus geht rauf bis 20.000 Punkte und kann in den oberen Lanes verfünffacht werden. Ed Krynski layoutete ein interessantes Spielfeld, das den Spieler schnell nicht nur mit reichlich Punkten belohnt – auch Extraball und Special sind jederzeit machbar.

 

Der „Hulk“ ist auf der Gottlieb System 1 MPU aufgebaut. Es scheinen allerdings auch wenige Prototypen zu existieren, die mit der neu entwickelten System 80 MPU betrieben werden.

 

Die Grafik von Gordon Morison sucht ihresgleichen. Wie auch beim „Spiderman“ ist der Mann unheimlich nah dran an den Originalen, das Backglass strotzt vor Kraft und Dynamik, auch das Playfield mit dominierenden orange und giftgrünen Farben zieht Spieler an. Der Flyer, ein üppiger Vierseiter, verspricht: „Unglaubliche Action! Unglaublicher Sound! Unglaublicher Gegenwert!“ Fehlt noch: „Unglaubliche Grafik!“ Viel Spaß mit „Hulk“, der als toll umgesetzter Comic als absolut sammelwürdig gilt.

Text und Bilder: Heribert Eiden/EidenArt



Ice Fever

Hersteller: Premier

Baujahr: 1985

Typ: Dot Matrix Display

Spieler: 4


Indiana Jones

Hersteller: Williams

Baujahr: 1993

Typ: Dot Matrix Display

Spieler: 4


"Indianapolis 500" von Bally

Indianapolis 500

Hersteller: Bally

Baujahr: 1995

Typ: Dot Matrix Display

Spieler: 4

 

Hören wir mal rein, was der „Indianapolis 500“ uns zu sagen hat. Coole Musik und nette Melodien, satter Motorsound und dann sind da auch noch Bobby, Paul und Tom. Die beiden ersten arbeiten fürs Fernsehen und kommentieren das Geschehen, Tom ist der Ansager an der Rennstrecke – und den gibt es wirklich, heißt mit Nachnamen Carnegie und ist am Indianapolis Speedway eine Legende.

 

Der Spieler sollte den Jungs vom Television ruhig mal zuhören, dann erfährt er zum Beispiel von Paul: „Driver 1 has a ball in the Turbo, Bobby.“ Und der antwortet mit dem nützlichen Hinweis: „That's right Paul, another one means a guaranteed Multiball.“

 

Erstmals kommen am „Indianapolis 500“ die drei Light-Up-Targets ins Spiel. Die sind in vier Quadranten unterteilt, bei einem Treffer leuchtet nur einer der Quadranten auf. Erst nach vier Treffern ist ein Target „geschafft“, also eine zusätzliche Hürde für den Spieler, der aber mit coolem Sound belohnt wird. Überhaupt Targets, davon gibt es noch eine Menge weitere. Die „Hit the Wall“-Targtes sind eine 3er-Bank, außerdem vier Spanner-Targtes sowie das blaue Ziel.

 

Der Weg zum Multiball führt über den Turbo-Lock-Popper, zu erreichen mit dem dritten Flipper in halbrechter Position. Und das Auge fällt sofort auf den „Race Track“, über dem Spielfeld in der oberen rechten Ecke platziert. Ein kleines Karussell mit einem Modellauto, das seine Runden dreht und den eingebauten Shakermotor heftig vibrieren lässt.

 

Die Modes beim Indianapolis heißen Speedways, es gibt zehn Stück davon. Zum Starten eines Modes die Kugel in den rechten Umlauf jagen – wenn das „Award Speedway“-Lämpchen leuchtet.

 

Der Spielfluss am „Indianapolis 500“ ist gut, die Kugeln finden nach Rampenschüssen schnell zurück zu den Flippern. Die beiden Umläufe links und rechts sind eine Herausforderung, dafür verschafft der Turbo Lock etwas Entspannung, er nimmt ein wenig die Fahrt aus dem Spiel. Wie bereits erwähnt führen die Stimmen von Bobby, Paul und Tom gut durch das Geschehen, und das Gesamtpaket aus Sound, Artwork und Spielregeln machen den Rennflipper zu einem überdurchschnittlich guten Spielzeug.

Text und Bilder: Heribert Eiden/EidenArt

 



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